Seit seinem Erscheinen vor zwei Jahrzehnten hat sich GPRS zum am weitesten verbreiteten Mobilfunksystem für die Verbindung von Geräten mit geringem Datenvolumen entwickelt.
GPRS ist im Wesentlichen eine verbesserte Version von GSM (Global System for Mobile Communications), dem Kernstandard der zweiten Generation (2G) des Mobilfunknetzes.
Der große technische Unterschied zwischen GSM und GPRS betrifft die für die Datenübertragung verwendete Technik. GSM verwendet das Circuit-Switched (CS)-Verfahren. Dabei wird für die gesamte Dauer einer Verbindung zwischen zwei Nutzern eine eigene Leitung genutzt. Im Gegensatz dazu ist GPRS ein paketvermitteltes Protokoll. Bei dieser Technik werden Datenpakete in unterschiedlichen Zeitabständen übertragen, um die Datenübertragungskapazität des Netzes effizienter zu nutzen.
In den 2G- und 3G-Netzen existieren CS- und GPRS-Technologien Seite an Seite und erfüllen komplementäre Funktionen. CS wird für Sprachanrufe und Textnachrichten eingesetzt, während GPRS für die Datenübertragung zwischen Geräten verwendet wird.