Die beiden Akronyme eUICC und eSIM werden manchmal synonym verwendet. Streng genommen bezieht sich eUICC jedoch auf die Software (und die Netzinfrastruktur), während eSIM die Hardware beschreibt.
Es wird jedoch weithin angenommen, dass eSIM für eUICC steht.
Eine SIM (Subscriber Identity Module) ist ein Chip, der die Authentifizierungsdaten eines Geräts enthält und diesem Gerät den Zugang zu einem Mobilfunknetz ermöglicht. Wie bei eUICC steht das "e" in eSIM für "eingebettet". Anstelle des bekannten herausnehmbaren Kartenformats ist eine eSIM ein hermetisch versiegelter Chip, der direkt auf eine Platine im Gerät gelötet ist. Dieser Formfaktor wird als MFF2 (Machine-to-Machine-Formfaktor) bezeichnet.
eUICC bezieht sich auf eine bestimmte Art von Softwarestandard, der auf einer SIM-Karte eingesetzt wird. Nach dem herkömmlichen UICC-Standard kann eine Karte in der Regel nur ein einziges Profil eines Mobilfunknetzbetreibers (MNO) enthalten. Das bedeutet, dass man die SIM-Karte austauschen muss, wenn man den Betreiber wechseln will. Bei der eUICC hingegen kann die Karte mehrere Profile enthalten. Sie können diese Profile auch über eine Methode namens Remote SIM Provisioning (RSP) hinzufügen, entfernen oder verwalten. Für die Verwaltung von eUICCs sind auch eine Netzinfrastruktur und Systeme erforderlich.
Es ist auch erwähnenswert, dass die Verwendung von eUICC trotz des Wortes "embedded" im Namen nicht auf gelötete MFF2 eSIMs beschränkt ist. Sie können eUICC-Versionen aller gängigen SIM-Formfaktoren (mini, micro und nano) erhalten. Selbst wenn Ihre vorhandenen IoT-Geräte keine eSIMs aufnehmen können, sollte Sie das nicht unbedingt davon abhalten, die Vorteile von eUICC zu nutzen.