Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) bietet eine sichere Verbindung zwischen zwei Punkten in einem Netzwerk (z. B. einem IoT-Gerät und einem Server). Es schafft effektiv einen privaten Kommunikations-"Tunnel", der es den Nutzern ermöglicht, Daten über das öffentliche Internet zu senden und zu empfangen, als ob sie direkt mit einem privaten Netzwerk verbunden wären.
Alle VPNs benötigen ein System, das festlegt, wie die Daten zwischen den Geräten weitergeleitet werden und wie sie während der Übertragung geschützt werden. OpenVPN ist eines der beliebtesten dieser Systeme. Hier sind seine wichtigsten Funktionen:
Aufbau eines Tunnels
Mit OpenVPN kann ein Kommunikationstunnel mit einem von zwei Protokollen aufgebaut werden: TCP (Transmission Control Protocol) oder UDP (User Datagram Protocol). TCP verfügt über besonders starke integrierte Protokolle zur Gewährleistung der Datenübertragung und zur Vermeidung von Fehlern und ist daher eine gute Option für IoT-Geräte, die kritische Daten übertragen (z. B. industrielle Überwachung und medizinische Daten).
UDP ist ein einfacheres Protokoll, das auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Es ist nützlich für Geräte, die Daten in Echtzeit übertragen müssen (z. B. Videoüberwachung), oder für Geräte, die regelmäßig kleine Datenmengen übertragen, die nicht zeitkritisch sind. Das UDP-Protokoll hat geringere Verarbeitungs- und Speicheranforderungen und eignet sich daher besser für kleinere, kostengünstigere IoT-Sensorgeräte.
Verschlüsselung
Um den Datenfluss zu sichern, verwendet OpenVPN SSL/TLS-Protokolle (Secure Sockets Layer / Transport Layer Security). Dies ist die gleiche Art von Technologie, die zum Schutz der meisten Websites verwendet wird. Sie bietet eine zuverlässige Möglichkeit für Geräte, Verschlüsselungsschlüssel zu erzeugen und auszutauschen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Geräte oder Benutzer auf das Netzwerk zugreifen, und um zu überprüfen, dass die Daten während der Übertragung nicht verändert wurden.